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  • Teil 5.1. der pädagogischen Konzeption

- Die Grundsätze der pädagogischen Arbeit

  • Der bayerische Bildungs- und Erziehungsplan

Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan versteht Erziehung und Bildung als ein auf Dialog ausgerichtetes Geschehen zwischen gleichwertigen Personen. Daraufhin richten wir unsere Arbeit aus: Wir sehen das Kind als eine vollwertige Persönlichkeit, die auf Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit hin angelegtist.

  • Die Grundhaltung der pädagogischen Fachkräfte
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  • Wir nehmen die Kinder offen und ohne Vorurteile mit ihrem jeweiligen Entwicklungsstand an. Wir respektieren ihre Individualität und unterstützen sie auf ihrem Weg zu mündigen und selbständigen Persönlichkeiten.

    Unsere Grundhaltung entspricht dem Leitbild der Einrichtung.

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  • Die Förderung der Basiskompetenzen
  • Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe

  • Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme

    • Entwicklung von Werten und Entwicklungskompetenzen
    • Soziale Kompetenz
    • lernmethodische Kompetenz
    • Individuelle Kompetenzen: personale, motivationale, kognitive, physische K.
    • Widerstandsfähigkeit (Resilienz)
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  • Der pädagogische Ansatz und die Methoden

     

    Zu Beginn des Kindergartenjahres finden sich viele verschiedene eigenständige Persönlichkeiten in einer Gruppe zusammen.

    Die Gruppenstruktur stellt hohe Anforderungen an jedes einzelne Kind.

    Viele neue Eindrücke und unterschiedlichste Charaktere sind zu verarbeiten.

    Damit ein geregeltes Zusammenleben in einer Gemeinschaft möglich ist, ergeben sich für jedes Kind bestimmte Rechte und auch Pflichten.

    Der Kindergarten soll ein Ort sein, an dem das Kind in einer gewaltlosen und angstfreien Atmosphäre Geborgenheit, Ehrlichkeit, Zuneigung und Freude erfährt.

    Das Spiel als ureigenste Ausdrucksform des Kindes hilft, in die Gesellschaft hineinzuwachsen, Kompetenzen zu erwerben und die eigene Individualität zu entwickeln.

    Durch die Vermittlung von Werten, Normen und Achtung für das Leben soll das Kind zu einer eigenständigen Persönlichkeit reifen.

    Durch einen situativen und lebensbezogenen Ansatz werden Lern- und Erfahrungsprozesse in die pädagogische Arbeit miteinbezogen, darunter auch die Grundsätze der Demokratie. Die Kinder wirken aktiv am Bildungs- und Einrichtungsgeschehen mit.

    Die Öffnung von innen nach außen ermöglicht den Kindern ihren Lebensraum zu erweitern und zu erforschen.

    Aus diesem Grund sind das Freispiel, Neigungs- und Kleingruppen, sowie Projekte und gruppenübergreifende Angebote fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit.

  • Die festen Bestandteile der pädagogischen Arbeit Einteilung des Tagesablaufs in Bringzeit, Kernzeit mit unterschiedlichen Angeboten, Abholzeit
  • Morgenkreis und Abschlusskreis mit den Kindern der eigenen Gruppe
  • Gleitende Brotzeit
  • Feiern des Geburtstags als Ehrentag

    Gemeinsame Feste und Feiern im Jahreskreis,

    auch zusammen mit der Pfarrgemeinde

    Ausflüge, Besichtigungen, Exkursionen

    Gestaltung der Räume mit den Kindern

    Regelmäßige Kinderkonferenzen

    Freispielzeit

    Angebote – auch Gruppenübergreifend

    Projekte – innerhalb und außerhalb der Einrichtung

    Kleingruppenarbeit

    Rollenspiele der Kinder – werden zu besonderen Anlässen mit den Kindern als Theaterstücke gestaltet und vorgeführt (z.B. Sommerfest u.ä.)

    Mittagessen nach Bedarf, z.B. vor Nachmittagsangeboten

    Regelmäßige Mitwirkung der Eltern in verschiedenen Bereichen

    Regelmäßige Elterninformationen in Form eines Kalenders,

    zusammen mit den Kindern gestaltet 

  • Das Spiel

    Von Anfang an setzt sich das Kind mit sich und seiner Umwelt spielerisch auseinander.

    Ziel der Spielpädagogik ist es, im Spiel beste Bedingungen für die Persönlichkeitsentfaltung des Kindes zu geben.

    Durch den Kontakt mit anderen Menschen und durch die altersgemäße Begegnung mit der Umwelt, der Natur und verschiedensten Materialien, hat das Kind die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln.

    Oft spielen Kinder symbolisch und vereinfacht das Leben in Ausschnitten nach. Sie verarbeiten dabei ihre Alltagseindrücke und auch ihre Sorgen und Probleme schöpferisch kreativ.

    Spiel und Lebenswelt sind eng miteinander verknüpft. Daher variiert das Spiel je nach Alter, Entwicklungsstand, Interessen und Bedürfnissen des Kindes.

    Spielen und Lernen sind keine Gegensätze, sondern eng miteinander verknüpft. Spielprozesse sind immer auch Lernprozesse, denn Spielen ist die elementarste Form des Lernens.

  • Wir unterstützen und verbessern die Qualität der Spielprozesse durch folgende Punkte:

    Auswahl geeigneter Spielmaterialien

    Beobachtung des Spielverhaltens und der Spielfähigkeit des einzelnen Kindes und der Gruppe zur Planung weiterer pädagogischer Angebote

    Vorstellen und Anbieten verschiedener Spielformen

    Anregende Gestaltung der Räume

    Einteilung der Räume in verschiedene Spielbereiche

    Passende Spielpartner

    Ausreichende Zeit

    Aufgreifen und einbeziehen aktueller Themen

    Gezielte Einzel- und Kleingruppenförderung

    Abwechseln von gelenkten und freien Spielphasen

    Regelmäßige und ausreichende Bewegungsmöglichkeiten in freien und gelenkten Angeboten

    Tägliche Nutzung des Gartens

    Mitbestimmungsmöglichkeiten der Kinder bei der Auswahl der Materialien und Angebote

    Möglichkeit zur Übernahme der Spielleitung auch für Kinder

    Unterstützung und Hilfestellung nach Bedarf

    Beispiele verschiedener Spielmöglichkeiten:

    Puzzle

    Regelspiele

    Tischspiele

    Kreisspiele

    Rollenspiele

    Singspiele

    Bewegungsspiele

    Ballspiele

    Sprachspiele

    Vorschulspiele

    Sinnesmaterial

    Zahlenspiele

    Montessorispiele

    Konstruktions- und Baumaterial

    Puppenspiele, Kasperltheater

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  • Das Freispiel

    Im Freispiel können sich die Kinder Partner, Spielmaterial, Spielort und Spieldauer frei auswählen und sich in den gesetzten Regeln frei bewegen.

    Jedes einzelne Kind kann sich nach seinen Wünschen zurückziehen, beschäftigen und vertiefen. Durch die Öffnung beider Gruppen können die Kinder die Spielbereiche im ganzen Haus nutzen und ihren Erfahrungsraum erweitern.

    Das pädagogische Personal zieht sich in dieser Zeit aus dem aktiven Spiel der Kinder zurück und nimmt eine beobachtende Rolle ein. Bei Bedarf geben wir den Kindern Hilfestellung und neue Impulse. Aus den Beobachtungen der einzelnen Kinder und Kleingruppen planen und entwickeln wir weitere pädagogische Angebote zur Förderung der gesamten Gruppe.

    Durch die Möglichkeit des Wechsels beim Spiel lernen die Kinder, selbst Kleingruppen zu bilden, sie aufzulösen und wieder neu zu gestalten.

    Sie lernen dabei auch, ihre individuellen Bedürfnisse und Wünsche wahrzunehmen und sich zu entscheiden. Ebenso nehmen die Kinder die Gefühle und Meinungen der anderen wahr und müssen in unterschiedlichsten Situationen verschiedenste Konflikte bewältigen. Konflikte gehören zum Alltag, aus ihnen gehen viele Lernerfahrungen hervor. Positive Konflikterfahrungen machen Kinder stark – Konflikte zu lösen kann Spaß machen!

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     "Das oberste Gebot der Erziehung heißt Geduld.

    Man kann Knospen nicht mit den Händen aufbrechen."

    (Ilse Frank-Öhl)

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    Die Projektarbeit

    Unter einem Projekt versteht man ein geplantes, längerfristiges, konkretes Lernunternehmen, das unter einer bestimmten Thematik steht, längere Zeit dauert und eine größere Gruppe von Kindern und Erwachsenen beansprucht.

    In der Projektarbeit ist es möglich, die verschiedenen Kompetenz- und Bildungsbereiche aus dem bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan zu vernetzen. Projekte gründen immer auf dem Interesse der Kinder.

    Kriterien für die Wahl eines geeigneten Themas sind:

    Beobachtbarkeit in der Welt der Kinder

    dass die Kinder bereits Erfahrungen mit dem Thema haben

    dass die Kinder selbst forschen können (Gefahrenquellen)

    dass die Rahmenbedingungen und die örtlichen Gegebenheiten geeignet sind

    dass es vielfältige Umsetzungsmöglichkeiten ins Spiel der Kinder gibt (z.B. Rollenspiele, Werkarbeiten, ....)

    dass sich viele Kinder dafür interessieren

    dass das Thema den Erziehungszielen der Einrichtung entspricht

    Aufbau und Ablauf eines Projekts:

    Gemeinsame Auswahl des Themas mit den Kindern

    Planungsgespräch mit den Kindern

    Ideensammlung

    Bestandsaufnahme

    Formulierung einer inhaltlichen Zielsetzung

    Suche nach Kooperationspartnern und Informationsträgern

    Klärung der Rahmenbedingungen und Regeln

    Eingrenzung des zeitlichen Rahmens

    Dokumentation der Ergebnisse

    Einstieg ins Projekt

    Erfahrungsaustausch über das Vorwissen der Kinder

    Sammeln von verschiedenen Materialien und Medien zum Thema

    Planung der einzelnen bzw. ersten Projekteinheiten

    Dokumentation

    Durchführung der einzelnen Projekteinheiten

    Begrüßungsrunde

    Reflexion der letzten Projekteinheit

    Klärung von Fragen und Ideen

    Kleingruppenarbeiten

    Bewegungseinheiten

    Gesprächsrunden

    Werkangebote, Bastelarbeiten, Malen

    Experimente

    Sinnesübungen

    Freispielphasen zum Thema

    Medieneinsatz

    Abwechseln von ruhigeren und bewegteren Phasen der Beschäftigung

    Pausen zwischen den einzelnen Phasen

    Dokumentation

    "Hausaufgaben", bzw. Einbeziehung der Eltern

    Öffnung nach außen

    Beobachtung der Kinder und des Projektverlaufs

    Gegebenenfalls Neuorientierung und neue Zielsetzung

    Vernetzung mit anderen Bereichen des Lebensalltags und des Kindergartenalltags

    Abschluss des Projekts

    Entscheidung über die Form des Abschlusses mit den Kindern

    Präsentation und Dokumentation z.B. mit Medieneinsatz, Rollenspielen,...

    Öffnung nach außen ,z.B. durch Ausflüge oder Einladungen

    Projekte tragen dazu bei, dass Kinder auf ein Leben in einer demokratischen Gesellschaft vorbereitet werden. Bedingt durch ihre Mitbestimmungsrechte, das weitgehend selbständige arbeiten und die eigenen Erfolge werden außerdem Mündigkeit, Eigenverantwortung, Selbstvertrauen und ein positives Selbstbild gefördert.

    • Die Mitbestimmung der Kinder bei Bildungs- und Einrichtungsbelangen

    Kinder haben das Recht an allen sie betreffenden Entscheidungen entsprechend ihres Entwicklungsstands beteiligt zu werden. Es ist zugleich ein Recht, sich nicht zu beteiligen. 

    Beteiligung bedeutet Partizipation im Sinne von Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung

    Als Mitbetroffene und Experten in eigener Sache werden alle Kinder der Einrichtung in Bildungs- und Einrichtungsbezogene Planungs- Aushandlungs- und Entscheidungsprozesse regelmäßig miteinbezogen

    Beispiele für die Mitbestimmungsmöglichkeiten:

    Gestaltung von Festen und Feiern

    Projektthemen innerhalb des aktuellen Rahmenthemas

    Teilnahme an Ausflügen, Besichtigungen, Erkundungen

    Helferdienste in der Gruppe

    Partnerschaften für Kleinere

    Konfliktlösungen untereinander

    Zeitrahmen für die Erledigung bestimmter Aufgaben

    Gestaltung der Räume

    Individuelle Gestaltung der Freispielzeit in den gesamten Räumen

    Einteilung der Essenszeit während der gleitenden Brotzeit – und natürlich auch der Portionen

  • Umsetzungsformen:

  • regelmäßige gemeinsame Treffen zum altersgemäßen Informationsaustausch, z.B. im Morgenkreis, Abschlusskreis, Kinderkonferenz mit allen Kindern, Projektgruppen, Kleingruppen,...

    Sammeln von Ideen, Vorschlägen und Wünschen der Kinder

  • Ermutigung der Kinder zur freien Meinungsäußerung im Alltag und natürlich in den Konferenzen

  • Kennen lernen und Einüben von Kommunikationsregeln und verschiedenen Abstimmungsformen

    Dokumentieren der Entscheidungen, z.B. auf Plakaten, Collagen

    Reflektieren der vergangenen Ereignisse mit den Kindern

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    Die Mitbestimmungsmöglichkeiten für die Kinder werden vom pädagogischen Personal festgelegt, immer wieder reflektiert und aktualisiert